{"id":49,"date":"2023-01-17T10:07:52","date_gmt":"2023-01-17T10:07:52","guid":{"rendered":"https:\/\/annabellezinser.de\/?page_id=49"},"modified":"2023-02-09T09:09:35","modified_gmt":"2023-02-09T09:09:35","slug":"lehre","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/annabellezinser.de\/?page_id=49","title":{"rendered":"Lehre"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\"><strong> <a name=\"Achtsamkeit\"><\/a>Die \u00dcbung der Achtsamkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00dcbung der Achtsamkeit, der Konzentration und des tiefen Verstehens ist meine zentrale \u00dcbung, die mir selbst viel Freude bringt und die ich Anderen gerne weitergeben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Einatmend wei\u00df ich, dass ich einatme<br \/>\nAusatmend wei\u00df ich, dass ich ausatme&#8230;..<\/p>\n<p>Bei dieser \u00dcbung fangen wir mit ganz einfachen Dingen an, die aber st\u00e4ndig ge\u00fcbt werden m\u00fcssen, weil sich unser Geist normalerweise in seinen unendlichen Gedankenz\u00fcgen verliert. Wir halten immer wieder inne und sp\u00fcren unseren ganzen K\u00f6rper, alle Empfindungen mit der ganzen L\u00e4nge der Ein &#8211; und Ausatmung.<br \/>\nBeim Gem\u00fcseputzen in der K\u00fcche, beim Waschbecken putzen im Bad oder beim die Treppe hinaufgehen halten wir unseren Geist bei dem konkreten Vorgang, der gerade statt findet. Das bedeutet: Wir sp\u00fcren wie wir das Messer halten, wie wir die Karotten schneiden, wir sp\u00fcren wie wir mit dem Schw\u00e4mmchen das Becken auswischen, wir sp\u00fcren unsere F\u00fc\u00dfe, w\u00e4hrend wir die Treppe hoch steigen&#8230;&#8230;<br \/>\nDies macht das Gem\u00fcseputzen, Becken auswischen, Treppe hochsteigen zu einer Meditation, denn wir sind jetzt mit vollem Bewusstsein dabei und werden immer genauer in unserem Gegenw\u00e4rtig-Sein.<br \/>\nWenn wir den Geist so bei dem konkreten k\u00f6rperlichen Vorgang von Augenblick zu Augenblick halten, f\u00e4ngt er an, sich darin zu sammeln, und die \u00fcblichen gedanklichen Aktivit\u00e4ten kommen durch die Konzentration zur Ruhe. Diese Konzentration sollte nicht krampfhaft sein, sondern mit Leichtigkeit einhergehen, und dies geschieht, wenn wir uns w\u00e4hrend des konkreten Vorganges unseres Atems immer wieder bewusst sind:<\/p>\n<p>&#8222;Mit der Einatmung sp\u00fcre ich, wie ich das Messer in der Hand halte,<br \/>\nMit der Ausatmung sp\u00fcre ich, wie ich die Karotte schneide.&#8220;<\/p>\n<p>Durch diese Konzentration auf die k\u00f6rperlichen Empfindungen w\u00e4hrend des konkreten Vorganges, der gerade stattfindet, entsteht Freude im Geist. Er wird offen und weich.<br \/>\nUnser Geist wird durch die Sammlung in den k\u00f6rperlichen Empfindungen aus seinen unendlichen Gedankenz\u00fcgen herausgeholt und verweilt immer mehr im gegenw\u00e4rtigen Augenblick.<br \/>\nDiese Gedanken sind h\u00e4ufig negativ, indem sie sich als Schuldbewusstsein in Bezug auf die Vergangenheit oder als \u00c4ngste und Sorgen in Bezug auf die Zukunft ausdr\u00fccken. Wenn der Geist wirklich in den k\u00f6rperlichen Empfindungen, im Sp\u00fcren des Atems verankert ist, entspannen sich K\u00f6rper und Geist immer mehr. (Wir k\u00f6nnten die Konzentration auch in Bezug auf das H\u00f6ren, Riechen, Schmecken, Sehen praktizieren)<br \/>\nDiese Freude des konzentrierten Geistes n\u00e4hrt uns. Dadurch brauchen wir immer weniger von au\u00dfen, um uns wohl zu f\u00fchlen; wir finden zu dem Frieden, der schon immer in uns ist zur\u00fcck.<br \/>\nAlle T\u00e4tigkeiten, die wir achtsam ausf\u00fchren, fangen an, uns immer mehr Freude zu machen. Unser Leben bekommt Frische, Lebendigkeit und Sinn, und wir werden wieder zu Kindern, die alles neu entdecken und erforschen.<br \/>\nWir h\u00f6ren auf, in unserem Leben dauernd hinter etwas herzurennen, von dem wir denken, das bringt uns das Gl\u00fcck&#8230;<br \/>\nWir h\u00f6ren auf, dauernd vor etwas auf der Flucht zu sein, was nicht so bequem und angenehm ist.<br \/>\nWir erkennen und akzeptieren immer mehr die Verg\u00e4nglichkeit aller Erscheinungsformen und leiden nicht mehr so sehr darunter, weil wir uns auch bewusst werden, wie viel Kostbarkeiten diese Verg\u00e4nglichkeit uns bringt. Sie erm\u00f6glicht, dass aus dem Karottensamen gro\u00dfe Karotten wachsen, die uns n\u00e4hren. Sie erm\u00f6glicht, dass wir als Babys sprechen, krabbeln, stehen und gehen lernen und dann allm\u00e4hlich erwachsen werden und uns um uns selbst und andere Menschen k\u00fcmmern k\u00f6nnen.<br \/>\nEinen bewussten Atemzug in seiner Verg\u00e4nglichkeit zu sp\u00fcren, wie er durch den ganzen K\u00f6rper str\u00f6mt und sich in allen Zellen niederl\u00e4sst ist jetzt ein Wunder f\u00fcr uns, ein Luxus, den wir uns erlauben und den wir genie\u00dfen.<br \/>\nWir k\u00f6nnen dann sagen: <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">&#8222;Ich bin angekommen. Ich bin zuhause: Im Hier und im<br \/>\nJetzt.<br \/>\nIch bin fest, ich bin frei.&#8220;<\/p>\n<p align=\"left\">Die Freiheit bezieht sich darauf, dass wir stabiler werden und uns nicht mehr so sehr in unseren Gef\u00fchlen verwickeln. Wir lernen immer mehr, unseren schwierigen Gef\u00fchlen, die uns und unsere Umgebung leiden lassen, mit Mitgef\u00fchl zu begegnen und sie dadurch umzuwandeln.<br \/>\nUnd wir lernen immer mehr, unsere wunderbaren geistigen Haltungen, die in unserem Speicherbewusstsein ruhen, zu kultivieren. Damit \u00f6ffnen wir unser Herz f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr andere Wesen, und unser Leben und das unserer Umgebung wird gefestigter, liebevoller, freudvoller und erf\u00fcllter.<\/p>\n<p>Achtsamkeit, Konzentration und tiefes Verstehen sind Bestandteile des Edlen Achtfachen Pfades, den der Buddha als den Weg heraus aus dem Leiden, als einen Weg zum Gl\u00fcck beschrieben hat.<br \/>\nDie f\u00fcnf \u00dcbungen in der Ethik, die ein weiterer Bestandteil des 8-fachen Pfades sind, dienen dazu, unser Leben friedvoller zu gestalten.<br \/>\nSie sind eine sehr praktische \u00dcbung im Nicht-Verletzen und in der Entwicklung von G\u00fcte und Mitgef\u00fchl gegen\u00fcber anderen Wesen, und diese \u00dcbung bringt uns selbst viel Stabilit\u00e4t und inneren und \u00e4u\u00dferen Frieden.<br \/>\nAndere f\u00fchlen sich wohl mit uns, weil sie sich durch unser Nicht-Verletzen &#8211; was den K\u00f6rper betrifft, das Eigentum, die Rede, die Sexualit\u00e4t, das nicht Einnehmen von Substanzen, die unseren Geist verwirren &#8211; sicher und geborgen f\u00fchlen k\u00f6nnen.<br \/>\nWenn sie mit unserer Geduld, Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Herzensweite in Kontakt kommen, kann Freude in ihrem eigenen Herzen entstehen.<br \/>\nDie \u00dcbung des Nicht-Verletzens anderer Wesen dr\u00fcckt auch unsere Bewusstheit aus, dass wir kein abgetrenntes Selbst sind. Wir verstehen, dass wir alle voneinander abh\u00e4ngig und miteinander verwoben sind. Wir verstehen auch, dass wenn wir anderen schaden, sich dies auf irgendeine Art und Weise wieder negativ auf uns auswirken wird.<\/p>\n<p align=\"left\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00dcbung der Achtsamkeit Die \u00dcbung der Achtsamkeit, der Konzentration und des tiefen Verstehens ist meine zentrale \u00dcbung, die mir selbst viel Freude bringt und die ich Anderen gerne weitergeben m\u00f6chte. Einatmend wei\u00df ich, dass ich einatme Ausatmend wei\u00df ich, dass ich ausatme&#8230;.. 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